Vegane Klischees ade

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Vegane Klisches ade, Ernährungsklischees sind längst überholt

Wer im Gespräch erwähnt, dass er sich vegan oder vegetarisch ernährt, muss sich mit vielen verschiedenen Vorurteilen auseinandersetzen. Denn für diejenigen, die es gewohnt sind, ein Stück Fleisch mit einer Beilage zu essen, ist es meist unverständlich, wovon sich Veganer ernähren. Essen die nur Beilagen? Und dann können sie nicht mal Fett verwenden oder ein Ei essen? Keinen Käse, Joghurt, Milch?

Für die meisten Menschen entstehen diese Vorurteile nur, weil sie sich noch nicht näher damit auseinandergesetzt haben. Schauen wir uns doch einmal vier der beliebtesten Ernährungsklischees an.


Vegane Klischees: dünn, blass und kraftlos

In der Vorstellung der meisten Menschen knabbern Veganer an Karotten oder Salatblättern und werden immer dünner und kraftloser. Das ist allerdings völlig übertrieben. Und das beste Gegenbeispiel für diesen Vorwurf ist Patrik Baboumian, der stärkste Mann Deutschlands 2011 – und Veganer! Um seinen Muskelaufbau zu unterstützen, setzt er auf pflanzliches Eiweiß und konnte dadurch vom Vegetarier zum Veganer werden, indem er auf Milchprodukte und Eier verzichtete.


Und was ist mit den Vegetariern?

Interessanterweise gibt es auch die Meinung, dass die Vegetarier alle zu dick sind, da sie Milch- und Käseprodukte zu sich nehmen, um das fehlende Fleisch zu kompensieren. Diese Ernährung ist häufig alles anderes als Low Carb und sättigt zwar gut, führt aber zu den ein oder anderen zusätzlichen Rundungen. Klar, wenn alles mit Käse überbacken wird, ist das weniger figurfreundlich. Aber wer sagt denn, dass alle Vegetarier nur Käse, Milch, fettige Pommes oder ähnliches essen müssen?

Eine optimale Ernährung beugt Mangel UND Übergewicht vor

Tatsächlich können aber Veganer und Vegetarier dennoch auf ein gesundes Körpergewicht achten, indem sie einfach die Lebensmittel optimal zusammenstellen. Milch kann durch Mandel- oder Hafermilch ersetzt werden und Käse gibt es auch in einer geringeren Fettstufe. Zudem ist auch veganer Käse in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Am Ende ist auch die Menge der Nahrung für die Figur ausschlaggebend – und natürlich die sportliche Betätigung. Insofern hat es jeder Veganer und Vegetarier selbst in der Hand, sein Wohlfühlgewicht figurfreundlich zu steuern.

Vegane Klischees: Veganer können ja kaum etwas essen

Auch das ist falsch, denn viele Restaurants haben den Trend erkannt und bieten vegetarische sowie vegane Produkte an. Und falls nicht, kann man das bereits bei der Auswahl des Restaurants berücksichtigen. Denn beispielsweise beim Chinesen ist es sehr einfach, Reis mit Gemüse zu bestellen. Aber auch in anderen Restaurants, die nicht speziell darauf eingerichtet sind, kann man stets wenigstens einen Salatteller bekommen.


Dazu kommt, dass Supermärkte, Bioläden und spezielle Internetangebote die Auswahl für Veganer erleichtern. Wer selbst kocht, hat die Möglichkeit, beinahe alle Lebensmittel durch vegane Varianten zu ersetzen. Vor allem kann er diese beim Einkaufen stets frisch und in Bioqualität zusammenstellen.

Veganer sind auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen

Tatsächlich wird häufig bemängelt, dass viele Veganer einen Vitamin B12-Mangel aufweisen, weil das nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Und leider müssen sie auch häufig auf Tabletten und Tropfen ausweichen. Sie müssen sich aber nicht alle Vitamine als „chemische Keule“ zuführen. Denn andere Vitamine lassen sich problemlos durch eine gesunde Nahrungsmittelauswahl abdecken und müssen nicht durch Tabletten und Pülverchen zugeführt werden.
Wichtig ist dabei, dass die Ernährung abwechslungsreich und gesund zusammengestellt wird. Sie sollte ausreichend frisches Obst und Gemüse, aber auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, qualitativ hochwertige Öle und Nüsse enthalten.

Veganer haben Eiweißmangel

Neben dem bereits erwähnten Mangel an Vitamin B12 wird häufig auch der Eiweißmangel angeführt. Tatsächlich kann der menschliche Körper das tierische Eiweiß viel besser verwerten als das pflanzliche. Dennoch kann pflanzliches Eiweiß durch verschiedene Lebensmittel, allen voran das beliebte Soja, aufgenommen werden. Weitere Eiweißquellen sind: Linsen, Chiasamen, Brokkoli, Seitan, Pseudogetreide, Kidneybohnen, Lupinen sowie Mandeln und Haferflocken. Eiweißmangel muss also nicht sein!

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